Heyse, Erpenbeck: Kompetenztraining (Rezension Teil I)
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Thursday, 02 July 09 - 10:33 AM (GMT +01:00) By Regina Schlager in Rez. WM-Bücher |
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Ziele und Zielgruppen
Das Buch richtet sich an Leser, die an den eigenen Kompetenzen arbeiten wollen, sowie an Berater, Trainer und Coaches im Bereich Kompetenztraining. Meiner Meinung nach ist in beiden Kategorien auch gerade das Wissensmanagement angesprochen.
Inhalt und Aufbau
Das Buch ist die Neuauflage des 2005 erstmals erschienenen Werkes: wesentlich erweitert und auch verändert. So gehen die Autoren z.B. in der neuen Einleitung auf ihre theoretischen Grundlagen ein. Weiterhin gültig bleiben das schon in der ersten Auflage von ihnen vertretene Kompetenzmodell und der KompetenzAtlas. Die Modularen Informations- und Selbsttrainingsprogramme (MIT) wurden aktualisiert.
Die Autoren geben im Vorwort den Tipp, das Buch nicht linear von Anfang bis Ende durchzulesen. Es soll als Nachschlagewerk dienen. Empfohlen wird, sich zunächst mit einem, höchstens zwei MIT gleichzeitig zu beschäftigen, und zu weiteren erst überzugehen, wenn man mit dem Erfolg der sich selbst gesetzten Maßnahmen zufrieden ist.
Theoretischer Hintergrund
Kompetenzbegriff
Kompetenzen sind:
- Potenziale: das Können und Könnte,
- Fähigkeiten zur Selbstorganisation,
- besonders wichtig in offenen Problem- und Entscheidungssituationen, in komplexen Systemen,
- "individuelle Voraussetzungen, sich in konkreten Situationen an veränderte Bedingungen anzupassen, eigene Verhaltensstrategien zu ändern und erfolgreich umzusetzen" (S. XII),
- eine Handlungsfähigkeit im kreativen, selbstorganisativen Sinne,
- Handlungswissen,
- abzugrenzen von Wissen, Fertigkeiten, Qualifikationen (wie z.B. Führungserfahrung, Sprachkenntnisse, abgeschlossene Schulbildung,), die operative Voraussetzungen für Kompetenzen sind.
Theoretische Grundlage ist die Selbstorganisationstheorie. Kompetenzen setzen eine dynamische Handlungsinterpretation voraus. Das scheint mir wichtig im Zusammenhang mit Diagnoseverfahren: individuelle Kompetenzen werden nicht als Persönlichkeitsmerkmale aufgefasst.
Diese Unterscheidung finde ich sehr wichtig. Persönlichkeitstests liegt ja oft die Auffassung von stabilen Persönlichkeitsmerkmalen zugrunde, die Einteilung in "Typen" bringt das zum Ausdruck. (Problematisch aus meiner Sicht dabei dann die Zuschreibung und Folgerung: "Du bist so - stabil, andauernd -, du bist dieser und jener Typ, aber du musst dich ändern"). Der Kompetenzbegriff der Selbstorganisationstheorie geht hingegen davon aus, dass eine Person willentlich Kompetenzen entwickeln und in Handlungen umsetzen kann.
Kompetenztheorie – 2 divergierende Richtungen
Die Autoren beschreiben zwei unterschiedliche Kompetenzauffassungen, die in Deutschland in zwei getrennten Forschungsrichtungen vertreten werden.
1) Kognitionsrichtung
- Wissensbildung
- Bedeutung des Kompetenzbegriffs wird auf den kognitiven Bereich eingeschränkt – Emotionen und Motivationen werden ausgeschlossen
- Kompetenzen werden funktional bestimmt, sie beziehen sich auf Situationen und Anforderungen in bestimmten Domänen (Kontexten)
- Beschränkung auf gut messbare, aber wenig praxisnahe Wissensvermittlung: internationale Schulleistungsstudien (PISA, TIMSS, PIRLS)
2) Performanzrichtung
- Menschenbildung
- Geht von einem neuen Weltverständnis aus, das durch Selbstorganisation und Komplexität geprägt ist
- Komptenzen als spezifische Handlungsfähigkeiten, v.a. in neuen, unbekannten Situationen
- Übertragbarkeit von einer Domäne zur anderen
- Kompetenzentwicklung durch emotions- und motivationsaktivierende Methoden
Die Autoren meinen, dass man sich nur für die Performanzrichtung entscheiden kann, will man "die zukunftsentscheidenden Fähigkeiten des Menschen charakterisieren, selbstorganisiert und kreativ in einer zunehmend komplexen, immer weniger eng-kognitiv beherrschbaren Welt erfolgreich zu handeln – und will man diese Fähigkeiten gezielt weiterentwickeln" (S. XX).
MIT – Modulare Informations- und Trainingsverfahren
Die MIT (Modularen Informations- und Trainingsverfahren) wollen eine Verbindung zwischen Kognitions- und Performanzrichtung in der Kompetenzforschung anbieten. Sie orientieren sich am KompetenzAtlas, mit 64 definierten Teilkompetenzen in vier Kompetenzgruppen:
1) P - Personale Kompetenz
2) A - Aktivitäts- und Handlungskompetenz
3) S – Sozial-kommunikative Kompetenz
4) F – Fach- und Methodenkompetenz
Traditionelle Formen der Wissensvermittlung werden genutzt, aber ergänzt um motivations- und emotionsaktivierende Methoden und Vermittlungsformen. Bei den MIT geht es um Selbsttraining. Weitere Methoden der Kompetenzentwicklung sind unter anderem Gruppentraining, Coaching, Mentoring und Kompetenzentwicklung mit Web 2.0. Vorrangig ist jedenfalls immer der direkte Praxisbezug.
Beispiel-MITs
Ich habe mir fünf MIT herausgesucht, die für mich derzeit wichtig sind (wobei die Beschränkung gar nicht einfach war). Ich habe sie ausgewählt im Hinblick auf eine Kompetenzentwicklung hin zu Unterstützung von Wissensarbeitern als Facilitator und Coach. Hier zunächst ein paar Eindrücke von diesen MITs, ich kann ja dann vielleicht in künftigen Blogbeiträgen über meine Erfahrungen damit berichten.
- Personale Kompetenz P: Selbstmanagement P/A
Unter dieser personalen Kompetenz wird ausdrücklich vor allem Zeitmanagement verstanden. Die zentrale Frage ist: „Wie manage ich meine Zeit und die Zeit mir anvertrauter Dritter?“ Dem liegt die Annahme zugrunde: wenn ich durch gelungenes Selbstmanagement effizient arbeite, dann erhalte ich insgesamt mehr (Lebens-)Zeit. Die Zeit wird dabei aus meiner Sicht rein quantitativ verstanden: „Zeitfresser“, „Zeitblockierer“, „Zeitdiebe“, "verplemperte Zeit“, „die Zeit mehr ausschöpfen, auf keinen Fall vergeuden“ deuten darauf hin (interessante Metaphern übrigens). Diese Auffassung von Zeit spießt sich meines Erachtens mit anderen Kompetenzmodulen wie z.B. Ganzheitlichkeit und Kreativität.
Eine „Alles-im-Griff-Mentalität“ kommt für mich hier zum Ausdruck: mir greift diese Aufassung von Selbstmanagement zu kurz. Selbstmanagement bedeutet für mich gerade ein Hinterfragen von solchen Auffassungen und des eigenen Umgangs mit Zeit, gerade auch was das Konzept „Lebenszeit“ betrifft.
Am Schluss des Moduls findet sich dann der Hinweis, dass Zeit nicht überall Geld ist, es wird von „erfüllter Zeit“ gesprochen - jedoch ist auch hier die Sichtweise wiederum auf Effizienz gerichtet: „Beherrschung der Zeit ist der wichtigste Schlüssel für den Erfolg“.
Dieses Modul bringt mich bei dem, was ich unter Selbstmanagement verstehe, nicht weiter. Selbstmanagement in einem weiteren und tieferen Sinne fehlt meines Erachtens zudem in den in Kapitel V behandelten zusätzlichen MIT für Führungskräfte: meinem Verständnis nach ist es eine ganz grundlegende Kompetenz für Menschen mit Führungsaufgaben und Führungsverantwortung.
- Aktivitäts- und Handlungskompetenz A: Impulsgeben A/S
„Das Ideal für Impulsgeben ist die Verbindung von Etwas-Bewirken-Wollen, Sachlichkeit und Inspiration.“
Etwas-Bewirken-Wollen ist für Wissensmanagement-Projekte enorm wichtig: andere Personen von der eigenen Begeisterung für etwas anstecken, durch Anregungen, Informationen und Unterstützung. Hierin sehe ich eine wichtige Kompetenz für den Wissensmanager als Facilitator und Coach.
Sachlichkeit bedeutet vor allem, sich auf einfache Weise auszudrücken. Wie schwierig ist das doch oft, und um wie viel einfacher das „Fachchinesisch“! (Das betrifft auch gerade den Wissensmanagement-Jargon selbst.) Hier sehe ich eine wichtige Verbindung zur Kompetenz "Dialogfähigkeit/Kundenorientierung".
Inspiration hat zu tun mit der eigenen Begeisterung und damit, die Dinge anders zu sehen, dem viel zitierten Querdenken. Hilfreich sind hier z.B. Fragen im Konjunktiv: „Was wäre, wenn …“ – das sind ja auch Fragestellugnen im systemischen Coaching.
Beim Impulsgeben geht es wesentlich um den Umgang mit Konflikten, das eigene Eintreten für eine Kultur der Offenheit und des gegenseitigen Vertrauens. Der Selbstcheck in diesem Modul gibt mir wertvolle Anregungen.
- Sozial-kommunikative Kompetenz S: Dialogfähigkeit/Kundenorientierung S/P
„Der Wurm muss dem Fisch schmecken, und nicht dem Angler.“
Welche Würmer biete ich meinen Kunden durch meine Leistungsangebote im Wissensmanagement an, und schmecken sie ihnen auch? Dialogfähigkeit und Kundenorientierung sehe ich als zentrale Kompetenz. Auf den Bedarf kommt es an. Der Kunde muss die angebotene Leistung auch brauchen und wollen.
Was ist hier wichtig? Marktbeobachtung, Gespräche (!) mit Kunden und potentiellen Kunden, Netzwerke und Dialogfähigkeit. Bei der Dialogfähigkeit geht es zunächst vor allem um aktives Zuhören. Dass in diesem Kompetenzmodul auf aktives Zuhören Wert gelegt wird, gefällt mir gut. Für mich hat Kundenbindung wesentlich mit Vertrauen zu tun, mit echtem Interesse, was der Kunde braucht. Es geht hier für mich grundlegend um die eigene Haltung: darum, die eigenen Auffassungen nicht als DIE Wahrheit oder DIE Realität anzusehen. Hier kommen meines Erachtens wieder Coaching-Kompetenzen ins Spiel.
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Sozial-kommunikative Kompetenz S: Beratungsfähigkeit S/A
Die Autoren betonen, dass der Bedarf an internen Beratern wächst - und zwar nicht die Berater als „die laufenden und sprechenden Expertensysteme, sondern die die erwarteten Fachkompetenzen im Zusammenspiel mit breit entwickelten überfachlichen Kompetenzen realisieren.“ Ich sehe das für das Wissensmanagement auch so (Annette Hexelschneider hat in diesem Zusammenhang in diesem Blog in unserer Artikelserie über "Wissensmanagement und Krise" schon über T-Förmigkeit, die Verbindung von Generalisten- und Spezialistentum, geschrieben).
Die Kompetenzanforderungen an Wissensarbeiter sind zunehmend kaum von denen an Unternehmensberater zu unterscheiden:
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Flexibilität
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analytisches Denken
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strukturiertes Vorgehen
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Zuverlässigkeit
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Zielstrebigkeit
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Tatkraft
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Teamfähigkeit
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Dienstleistungsinteresse und -bereitschaft
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Kontaktfähigkeit
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...
Die Anregungen zum Nachdenken und die Empfehlungen sind sehr hilfreiche Ausgangspunkte für die Entwicklung dieser Kompetenz.
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Fach- und Methodenkompetenz – Projektmanagement F/S
Mir ist diese Kompetenz wichtig, da ich für das Wissensmanagement künftig die Unterstützung von Team- und Projektarbeit als ganz entscheidende Tätigkeit sehe. Der Projektbegriff ist allerdings oft unscharf definiert. Heute wird ja schon fast jede Tätigkeit als Projekt bezeichnet.
Die Empfehlungen in dieser MIT sind ein erster Überblick, was ein Projekt überhaupt ist und was dabei zu beachten ist. Im Selbstcheck kann sich der Leser testen, wo er derzeit bei der Projektarbeit steht. Die weiterführenden Informationsquellen bieten die Möglichkeit, tiefer in das Projektmanagement einzudringen.
Mir fehlt Projektmanagement allerdings bei den zusätzlichen MIT für Führungskräfte, und zwar im Sinne von Management des Projektmanagements.
Fazit
Das Ziel der Autoren, ein praxis- und handlungsorientiertes Nachschlagewerk vorzulegen, ist meines Erachtens voll und ganz erreicht. Die Einleitung gibt darüber hinaus für den auch am theoretischen Hintergrund interessierten Leser eine gute Zusammenfassung des derzeitigen Standes der Kompetenzforschung und regt zur weiteren Auseinandersetzung damit an. Ich bin der Meinung, dass die theoretischen Hintergrundinformationen vor allem auch für Personalverantwortliche unverzichtbar sind, die die Kompetenzmodule in Unternehmen einsetzen wollen.
Die MIT sind übersichtlich dargestellt und ermöglichen eine Beschäftigung damit je nach aktuellem persönlichem Bedarf. Kompetenzen wie „Ganzheitliches Denken“ sind ein weites Feld, und man könnte zweifeln, ob sich das im Rahmen eines MIT überhaupt bearbeiten lässt. Und hier schaffen es die Autoren meiner Ansicht nach tatsächlich, eine Brücke zu schlagen zwischen den zwei Richtungen in der Kompetenzforschung – denn auch wenn man skeptisch ist, ob sich solch eine Kompetenz mittels Checklisten aneignen lässt, so sind solche Hilfsmittel dennoch ein möglicher erster (und vertrauter) Einstieg für eine Auseinandersetzung mit diesem Bereich.
Die Verweise auf andere, verwandte Kompetenzen am Schluss der Module erlauben es dem Leser, ein eigenes Netz an Kompetenzen zu knüpfen – vom analytischen Zugang mittels einzelner Kompetenzbausteine zu einer Synthese zu gelangen, und so für sich Zusammenhänge zu schaffen.
Gerade jetzt, wo neue, nachhaltige Unternehmenskonzepte gebraucht werden, und wir mit rein fachlichen Fähigkeiten (im derzeitigen Verständnis davon) die anstehenden Probleme nicht bewältigen werden, ist aus meiner Sicht die Frage der Kompetenzentwicklung von entscheidender Bedeutung. Das vorliegende Werk leistet einen gewichtigen Beitrag dazu.
Meiner Meinung nach ein für WissensmanagerInnen sehr empfehlenswertes Buch! 
Herausgeber: Heyse, Volker; Erpenbeck, John
Titel: Kompetenztraining. Informations- und Trainingsprogramme
Verlag: Schäffer-Poeschel
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-7910-2731-1
Post von Regina Schlager
RSchlager1(at)gmx.net
Wir wollen rasche Antworten! Wo aber bleiben die Fragen?
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Sunday, 21 June 09 - 02:53 PM (GMT +01:00) By Regina Schlager in General |
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Einmal war ich in einem Seminar. Es ging um Kreativität. Der Trainer gab eine Aufgabenstellung vor. Wir sollten schnell, wenn uns der Ball zugeworfen wurde, eine kreative Idee hinausschreien. Jeder für sich. "Nicht nachdenken, rasch, rasch ..., hinaus damit ...". Mir wurde unwohl. Die ersten Teilnehmer hatten schon den Ball gefangen und eine Idee geäußert. Allen schien was ein- (und der Ball nicht runter)-zufallen. Alles im Griff. Geschwindigkeit und Lautstärke der Ausrufe wuchsen. Mein Unwohlsein stieg. Ich wollte weg.
Das hat mich weiter beschäftigt.
Eine Möglichkeit war, mir Vorwürfe zu machen: "Kannst du nicht auch so schnell kreativ sein? Warum immer diese Blockaden? Was ist los mit dir? Änderst du dich nie?" Mein innerer Kritiker lauert ja immerzu auf seine Chance (Ihrer auch?).
Ich habe aber weiter überlegt, was denn wohl noch ein Grund für mein tiefes Unwohlsein gewesen sein könnte. -
Ich bin der Meinung, dass wir in Krisensituationen, wenn nicht viel Zeit bleibt und rasch gehandelt werden muss, sehr wohl in der Lage sind, gerade dann eine passende Lösung (für eben diese Situation) zu finden. Der Druck holt ungeahnte Reserven in uns heraus. Es geht um nichts weniger als Leben oder Tod.
In diesen Situationen schalten wir auf ein archaisches Notfallprogramm, das in den entwicklungsgeschichtlich ältesten Hirnregionen verankert ist: Flucht oder Verteidigung. Stresshormone werden ausgeschüttet, das Herz rast. Wir verspüren Angst. Die Angst ist sinnvoll, da überlebenswichtig. Ohne das bewusst zu wollen oder zu steuern, läuft etwas ab in uns, das uns eine Chance zum Überleben gibt. (Wenn wir erst lange nachdenken müssten, wäre es schon zu spät ...)
Im Allgemeinen befinden wir uns aber - hoffentlich jedenfalls - nicht permanent in Extremsituationen, in denen unser Leben in Gefahr ist. Und doch fühlen wir uns und reagieren wir oft so! Wenn wir uns häufig, über einen längeren Zeitraum hinweg so fühlen, was bedeutet das dann eigentlich für uns, für unser Wohlbefinden?
Wenn wir die Erfahrung gemacht haben: "Wissen" ist gleich "Antwort", die rasch kommen muss, wobei es eine richtige Antwort gibt, alle anderen sind falsch, und wir sind, wenn wir die richtige Antwort nicht wissen, schlecht/dumm - der Fokus also auf den "richtigen Antworten" liegt, dann werden wir in für uns ähnlichen Situationen immer wieder in das Muster verfallen: Flucht oder Verteidigung, verbunden mit dem Gefühl der Angst.
Aus neurobiologischen Forschungen wissen wir, dass Angst Lernen und Gedächtnis blockiert. Die Angst zeigt sich in körperlichen Reaktionen, sie sitzt uns buchstäblich im Nacken.
Gut, diese Erfahrungen habe jedenfalls ich im Laufe meines Lebens, meiner Ausbildung gemacht. Gute Leistung = richtige (im Vorhinein feststehende), eigene ("nicht einsagen!") Antworten, und die rasch.
Dann habe ich noch weitergedacht. Warum eigentlich dieser Fokus auf die Antworten? Was ist mit den Fragen? Was, wenn wir im Überlebensmodus verharren, und nie darüber hinauskommen zum Leben danach? Leben ist doch mehr als Überleben. Hat Kreativität nicht etwas zu tun mit Lebendigsein?
Und da habe ich dann für mich den Grund für mein tiefes, körperlich gespürtes Unbehagen in dem Seminar gesehen: Es ging überhaupt nicht darum, Fragen zu stellen. Die Fragen spielten keine Rolle. Es war kein spielerischer Umgang, es war auch kein Miteinander. Es war Stress.
Eine Konsequenz daraus war für mich der Entschluss, mir genau zu überlegen, an welcher Art Seminar bei welchem Trainingsanbieter und Trainer ich teilnehmen will.
Eine andere war der Beginn einer tieferen Beschäftigung mit den Fragen - und was sie zu tun haben mit Kreativität, und Kreativität mit Innovation, und ... Fortsetzung folgt ...
Post von Regina Schlager
RSchlager1(at)gmx.net
Warum twittern?
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Tuesday, 16 June 09 - 08:15 PM (GMT +01:00) By Regina Schlager in General |
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Ich oute mich hiermit als (noch) nicht Zwitschernde. Nicht entgangen sind mir aber die auffallend lebhaften Stimmen über Twitter selbst. Twitter ermöglicht Nachrichten im SMS-Stil bis maximal 140 Zeichen, man spricht daher auch von Micro-Blogging.
David Gurteen meint z.B.: "Well, Twitter is actually a powerful business tool." Ich frage mich gerade: "What's in for me and for Knowledge Management?" Was mir klar ist: rausfinden werde ich es nur, wenn ich es selbst ausprobiere! Diese Erfahrung habe ich bei Web 2.0 Anwendungen immer gemacht.
Hier einige Beiträge und Quellen zur Diskussion rund um Twitter:
Warum twittern?
WissensWert Blog Carnival Nr. 5: Warum twitterst Du eigentlich? Wegen dem Clou – Business 2.0 (Andrea Back), 3. Juni 2009
Warum twitterst Du eigentlich? – weiterbildungsblog (Jochen Robes), 3. Juni 2009
Twitter Literacy (I refuse to make up a Twittery name for it) – weiterbildungsblog (Jochen Robes), 19. Mai 2009
Does Twittering Make Any Sense? – The Relationship Economy (Jay Deragon), 13. Mai 2009
Twitter Hating – The Bamboo Project Blog (Michele Martin), 26. März 2009
The Gurteen perspective: Twittering – InsideKnowledge (David Gurteen), 4. März 2009
TEDTalks Video: How Twitter's spectacular growth is being driven by unexpected uses – TEDTalks (Evan Williams), Februar 2009
What is twitter? And in support of transparent gossip – Anecdote, 15.12.2008 (mit Link zu Video Twitter in Plain English)
Twitter in der Wissenschaft
Twitternde Wissenschaftler – WissenschaftsCafé, 2. Juni 2009
Twitter in und für Organisationen
The Politics of Attention & Microblogging Governance - Ross Mayfield’s Weblog, 6. Juni 2009
Who Does Twitter Reach? How Can You Reach Them? – Portals and KM (Bill Ives), 4. Juni 2009
Twitter on your intranet: 17 microblogging tools for business – Enterprise Web 2.0 (Dion Hinchcliffe), 1. Juni 2009
Enterprise 2.0 Conference Panel on Business and Twitter - Portals and KM (Bill Ives), 18. Mai 2009
The Return on Investment in Interaction (ROII) - Using Twitter for Purposeful Contextual Social Search in Social Media – The FASTforwardBlog (Jon Husband), 25. Mai 2009
Twitter and Webinars – elearning Technology (Tony Karrer), 14. Mai 2009
Using Twitter to Build Your Small Business – Portals and KM (Bill Ives), 7. Mai 2009
Using Twitter in the Enterprise by Ed Yourdon – elsua (Luis Suarez), 25. Februar 2009
Twitter für das persönliche Wissensmanagement
Can Twitter Serve as a Personal Knowledge Management Tool? – Portals and KM (Bill Ives), 28. Mai 2009
Your Guide to Job Search and Personal Branding on Twitter – The Bamboo Project Blog (Michele Martin), 16.5.2009
Jobsuche per Twitter – Wissensmanagement 2.0 (Mark Buzinkay), 24. März 2009
Twitter as a tool for Personal Knowledge Management – gurteen (David Gurteen), 15. März 2009
Was halten Sie von Twitter? Verwenden Sie es schon, wenn ja wofür und wie?
Post von Regina Schlager
RSchlager1(at)gmx.net
Wissensmanagement in der Krise – Krise im Wissensmanagement? Ein Whitepaper
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Thursday, 11 June 09 - 03:36 PM (GMT +01:00) By WM20 Redaktion in General |
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Erwischt die Krise auch das Wissensmanagement? Oder ist das Wissensmanagement ohnehin schon in einer Krise?
Zu diesen Fragen haben wir uns in diesem Blog in einer Artikelserie von Februar bis Mai 2009 Gedanken gemacht. Unsere Überlegungen, Fragen und Ideen möchten wir nun in der zusammengefassten Form eines Whitepapers zur Verfügung stellen und zum Austausch darüber anregen.
Wissensmanagement in der Krise – Krise im Wissensmanagement? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar zu unserem Whitepaper!
Post von Annette Hexelschneider (www.serve2know.com)
und Regina Schlager (RSchlager1(at)gmx.net)
Ficly: ein Platz für's Storytelling
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Tuesday, 09 June 09 - 06:12 AM (GMT +01:00) By Mark Buzinkay in Tools |
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Dass das Geschichten erzählen eine beliebte und bewährte Methode des Wissensvermittlung ist, ist ja eine alte Geschichte. Neu daran ist, dass es explizite Werkzeuge gibt, die eine kollaborative Geschichtenerzählung erlauben. Das ist weniger im Sinne des Wissensmanagers, aber mehr in der von Literaten. Was dabei herauskommt, sieht man auf Ficly.
DropMind: neuartiges Mindmapping Tool
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Tuesday, 12 May 09 - 06:29 AM (GMT +01:00) By Mark Buzinkay in Tools |
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Mindmapping Werkzeuge gibt es jede Menge - MeadMap, Wisdomap, ExploraTree oder Bubbl.us. Mit DropMind kommt etwas Ähnliches, welches aber vor allem mit Hilfe des Layer-Konzepts eine bessere Darstellung und eine Vielzahl von neuartigen Funktionen anbieten kann. Versionierung gehört z.B. dazu.

Das Tool ist kostenlos, lediglich eine Registrierung ist notwendig. Microsoft Silverlight muss installiert sein, da das Werkzeug auf dem Rechner installiert wird. Eine Collaboration-Version ist DropMind nicht, obwohl Import-Export-Funktionen den Austausch grundsätzlich ermöglichen.
Interview with Bo Gyllenpalm about World Cafés and Virtual Knowledge Cafés
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Saturday, 09 May 09 - 01:37 PM (GMT +01:00) By Regina Schlager in Konzepte |
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When I read the report of Bo Gyllenpalm about his experiences with setting up and facilitating a Virtual Knowledge Café with the principles of a World Café, I found it really inspiring. So I found the courage and asked him if we could talk about it via Skype, and he readily agreed.
Bo's article with the case study is from 2000. In a masters program in Organizational Management at the Fielding Institute he designed the course "Organization Development Concepts and Methods" in a Virtual Café format. He describes the set up of the café and his learning experiences. He was not sure if the café principles would work online, but to his own surprise just the opposite occurred.
In our conversation Bo stressed that virtual cafés are conducted asynchronously. People have time for reflection and to read the materials. The members of the course really liked that.
I asked Bo if he had any suggestions how companies could use virtual cafés. He told me that he had used world cafés in different companies, but more as face to face cafés.
- The most frequent cafés in companies are strategy cafés.
- He also worked with the EU translation agency. He was asked to run a café after an employee satisfaction survey which indicated that employees were not satisfied with how the questions were presented. As a result, employees could participate in a full day café to design a new survey, the café rounds were used for framing the questions. This proved to be successful.
- A World café can also be useful for competence development.
I was wondering if it could be useful to combine virtual knowledge cafés with face to face cafés.
Bo's answer was: "Definitely!" He told me about an example, where he firstly ran an internet café with four different café questions to test the questions, and then with a subsequent conference with 400 people for face to face collaboration. In general, he suggests that the café format is very flexible. It can also be combined with other methods, eg. open space.
It strikes me that the role of the facilitator is very important. I asked Bo if he had tips for getting into this role?
He answered that the introduction is important. In a face to face café it should be as short as possible, because people want to start: a five-minute introduction is fine.
In his Virtual Knowledge Café, the first week of the 12-week course was a check-in phase. It's useful to get people to discuss. We spoke about the importance of building trust for the willingness to be open and for knowledge sharing.
A useful exercise Bo mentioned to get to know each other: He asks the participants to think of the characteristics of a productive conversation they have had. They write them down, creating their own guidelines. It's always interesting that these characteristics are very similar.
Another hint from Bo: use a 'talking stick' in a face to face café, it can be a stick or another object. The person who would like to speak, takes and holds the talking stick, while the others listen attentively. The facilitator role is about setting the stage.
I learned from a post on the coevolution-blog about a research partnership between Fielding Graduate University (Institute of Social Innovation) and the World Café Community Foundation. I was curious to hear more about it.
Bo: In social science research, normally ten people are asked in an interview or survey and the researcher draws a conclusion from their answers. In the project, the World Café is used instead: 100 to 200 people participate in talking about a question, and from the outcome of this the researcher draws a conclusion. This research partnership is about making the World Café method a part of the research method.
Materials about this research project can be found in the research wiki.
I would like to take the opportunity to thank Bo Gyllenpalm for his time and co-operation with this interview.
Resources:
Gyllenpalm, Bo (2000): Connecting Diverse People and Ideas. A Virtual Knowledge Café. Herausgegeben von Whole Systems Associates.
Schieffer, Alexander; Isaacs, David; Gyllenpalm, Bo (2004): World Café. Kollektive Kreativität im Kommen. In: LO - Lernende Organisation, H. 20, S. 40–47.
Seliger, Ruth (2008): Einführung in Großgruppen-Methoden. 1. Aufl. Heidelberg: Carl Auer Verl. (Carl-Auer compact).
Steier, Frederick; Gyllenpalm, Bo; Brown, Juanita; Bredemeier, Sabine (2008): World Café. Förderung der Teilhabekultur. [Bredemeier = Bredemeyer, RS]
Whole Systems Associates (Hg.) (2002): Das World Café präsentiert Café to Go! Eine kurze Einführung, um Gespräche in Gang zu bringen.
Whole Systems Associates (Hg.) (2002): The World Café Presents Café to Go! A quick reference guide for putting conversations to work.
Post von Regina Schlager
RSchlager1(at)gmx.net
The Crisis of Credit: Video
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Thursday, 07 May 09 - 05:47 AM (GMT +01:00) By Regina Schlager in Konzepte |
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Dank des Business-English Kurses, an dem ich gerade teilnehme, bin ich auf "The Short and Simple Story of the Credit Crisis" gestoßen. Ein für mich hervorragendes Beispiel, wie ein komplexer Sachverhalt wie die Kreditkrise anhand einer Geschichte visuell dargestellt werden kann, und über ein Web 2.0 Video-Portal (in diesem Fall vimeo) zur Verfügung gestellt wird.
"The goal of giving form to a complex situation like the credit crisis is to quickly supply the essence of the situation to those unfamiliar and uninitiated."
Das Video ist Teil eines Projektes im Rahmen der Dissertation von Jonathan Jarvis.
Details zur Entstehung des Videos (spannend!)
Link (vimeo)
Post von Regina Schlager
RSchlager1(at)gmx.net
Wissensmanagement in der Krise – Krise im Wissensmanagement, Schluss
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Sunday, 03 May 09 - 03:50 PM (GMT +01:00) By Annette Hexelschneider in General |
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Was bringt 2009 uns WissensmanagerInnen? Erwischt die Krise auch das Wissensmanagement? Oder ist das Wissensmanagement ohnehin schon in einer Krise?
T-Förmigkeit
In unserer Serie haben wir über Chancen & Flexibilität der WissensmanagerInnen, den Nachweis des Return of Investment unserer Arbeit, Strategie-Entwicklung mit Hilfe von Wissensmanagement und über Motivation der Mitarbeiter gesprochen. Damit haben wir unsere Hoffnung ausgedrückt, das sich Wissensmanagement in der Krise bewähren kann, wenn in einer Firma Mitarbeiter geachtet werden.
Optimistisch glauben wir, das wir WissensmanagerInnen einen Beitrag leisten können, der Krise zu begegnen. Dafür hilft auch T-Förmigigkeit. T-förmige Mitarbeiter verbinden die besten Eigenschaften eines Spezialisten und eines Generalisten. „Most importantly, this person can integrate diverse viewpoints and takes a holistic approach to solving problems.“ [2] Diese Gedanken stammen aus dem User Experience (UX) – Umfeld und gelten meiner Meinung nach auch für WissensmangerInnen. “They enjoy a breadth of knowledge in many fields, but they also have depth in at least one area of expertise.” ... “They defy simple categorization, but don’t let that bother you.” ... „We believe the future belongs to T-shaped people. And it’s not easy to replace a T-shaped person. The broader your talents, the more your ability lies in the overlaps between disciplines, the less likely you will find yourself outsourced.” [2]
Sind Sie T-förmig?
„The capabilities a T-shaped person with broad experience ... include:
- the ability to see relationships between diverse ideas
- a knack for recognizing patterns and subtle differences
- outside-the-box thinking that lets ... create an innovative solution that might not have occurred to someone with a domain-specific perspective
- objectivity that lets ... understand what he or she observes in a different way and identify new business opportunities
- the ability to be what Tom Kelley calls a Cross-Pollinator, who “explores other industries and cultures, then translates those findings and revelations to fit the unique needs of your enterprise”
Hypothese A
Wir sind als WissensmanagerInnen im besten Sinne T-förmig und außerdem authentisch. Damit gerüstet für die Zukunft.
Hypothese B
Wir sind als WissensmanagerInnen im besten Sinne T-förmig. Derart für die Zukunft gerüstet, können wir uns gönnen, wir selbst zu sein.
Wie diese Antworten auf eine Umfrage zu Krise von den ChangeThis Manifesto-Machern zeigen:
- “I’m choosing to use this as an opportunity to reevaluate what I want, who I am, and how I am going to approach the next year. Times are tough, and I’m going to keep trying to take a practice pursuit of things interesting.” [2]
- “When you squeeze an orange, you get the sweet juice. The changing economy is squeezing me into becoming aware of what’s most important to me. It is helping me move from a financialsuccess-oriented mindset to a more balanced principles-centered, authentic & happy way of living.”[2]
Ja, ich habe optimistische bestärkende Zitate gewählt. Ist das erlaubt? Ja, weil: „I am choosing to live.” [2]
[1] „Specialists Versus Generalists: A False Dichotomy?“ By Pabini Gabriel-Petit, UX matters, Published: February 9, 2009
[2] ChangeThis Manifesto „The Economy Survey“, 55.07, 04-March-2009
Bisher in der Reihe "Wissensmanagement in der Krise - Krise im Wissensmanagement" erschienen:
Teil 1. Chancen & Flexibilität
Teil 2. Return of Investment (ROI) - An Hour a Day...
Teil 3. Strategieentwicklung
Exkurs
Teil 4. Motivation der Mitarbeiter
Post von Annette Hexelschneider (www.serve2know.com)
Pogoplug: meine Daten über das Web abrufen
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Tuesday, 28 April 09 - 06:04 AM (GMT +01:00) By Mark Buzinkay in Tools |
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Da habe ich was ganz Interessantes gefunden: ein Dienst, der meine externe Festplatte über das Web zugänglich macht, völlig unabhängig vom Status meiner Rechner. Das könnte für Netzwerke von Selbständigen und Communities of Practice interessant sein.

Eigene Rechner möchte man sehr selten so konfigurieren, dass sie von außen zugänglich sind. Zu groß sind die Risiken, und für viele zu kompliziert das Handling. Mit Pogoplug trenne ich nun Computer und Daten. Alle meine Daten, auf die ich auch über das Web Zugang haben möchte, lege ich zunächst in meiner externen Festplatte ab (kann auch ein USB-Stick sein). Dann schließe ich Pogoplug an meinem Router an (Kostenpunkt für das Gerät 99 US$), erstelle mir einen Account auf my.pogoplug.com (email und Passwort) und aktiviere den Pogoplug über eine eigene ID-Nummer des Geräts. Zum Schluss verbinde ich noch das USB-Gerät mit dem Pogoplug und kann ab sofort über's Web (also meine Pogoplug-Webseite) auf die Daten des USB-Geräts zugreifen... Ein prima Artikel zu diesem Tool findet sich hier!
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